Flügelzellenpumpe / Gleitflügelpumpe
Eine Flügelzellenpumpe – auch Gleitflügelpumpe genannt – ist ein rotierendes Verdrängersystem, das Flüssigkeiten oder Gase gleichmäßig fördert. Marken wie PIUSI setzen diese Technik in vielen Pumpenmodellen für Diesel und Öle ein, beispielsweise Panther 56, Panther 72 oder E120 (für Diesel) sowie Viscomat 70 und Viscomat 90 (für Öle).
Funktionsprinzip
- Im Pumpengehäuse befindet sich ein exzentrisch gelagerter Rotor mit Schlitzen.
- In diesen Schlitzen sitzen Flügel (Lamellen), die durch Zentrifugalkraft oder Federn nach außen gedrückt werden und an der Innenwand anliegen.
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Durch die exzentrische Anordnung entstehen beim Drehen unterschiedlich große Kammern:
- Ansaugphase: Kammern vergrößern sich, Medium strömt ein.
- Druckphase: Kammern verkleinern sich, Medium wird zum Auslass gefördert.
Typische Einsatzgebiete bei PIUSI
- Dieselbetankung: Modelle Panther 56, Panther 72, E120 – für Tankstellen, Land- und Baumaschinen
- Öl- und Schmierstoffförderung: Modelle Viscomat 70, Viscomat 90 – ideal für zähere Medien
- Hydrauliksysteme, Schmieröl- und Kraftstoffkreisläufe
- Chemie- und Lebensmittelindustrie (in geeigneten Ausführungen)
- Vakuumerzeugung bei gasförmigen Medien
Vorteile
- Gleichmäßige, pulsationsarme Förderung
- Selbstansaugend, auch bei Luftanteilen
- Kompakte Bauweise
- Hoher Wirkungsgrad bei niedrigen bis mittleren Drücken
- Förderrichtung durch Drehrichtungsänderung umkehrbar
Nachteile
- Empfindlich gegenüber Feststoffpartikeln (Abrasionsgefahr)
- Verschleiß an Flügeln und Gehäuse bei abrasiven oder ungeeigneten Medien
- Förderdruck geringer als bei Zahnrad- oder Kolbenpumpen